Zum Inhalt springen

Endlich Frühling: trotzdem kraftlos und müde?

Wir alle haben den Frühling herbeigesehnt. Endlich wieder Farben, endlich wieder Wärme. Doch was, wenn sich die Freude nicht so recht einstellen will?

Im März sprießt und grünt es überall, die Luft riecht nach Frühling und die Vögel zwitschern laut, als hätten sie den ganzen Winter für ihr großes Konzert geübt. Die Tage werden länger. Balkonkästen werden von verdorrten Pflanzen befreit und neu bepflanzt, Spielplätze füllen sich wieder mit Kindern, und hier und da steigt Ihnen schon der Duft vom Grill in die Nase.

Doch gerade in dieser Zeit überfällt manche Menschen eine unerklärliche Müdigkeit, eine Unzufriedenheit oder gar Traurigkeit. Wie kann das sein, fragen Sie sich verwundert: gerade jetzt, wo die Welt wieder Farbe bekommt.

Der Wechsel vom Winter- in den Frühlingsmodus

In meiner Praxis konnte ich dieses Phänomen schon häufig beobachten. In der kühlen Winterzeit haben die Menschen einen ruhigen Rhythmus gefunden, sich in sich zurückgezogen. Auch Probleme und Belastungen, die sich über lange Zeit angehäuft haben, waren weniger präsent. Alles war ein wenig entschleunigt.

Doch der Frühling, Sinnbild für Aufbruch und Energie, fordert heraus. Er lädt ein, aktiv zu werden, Projekte anzugehen, Pläne zu schmieden. Was aber, wenn die eigene Kraft mit diesem Ansturm nicht mithalten kann? Wenn die neuen Ideen liegen bleiben, weil Sie sich müde und schwach fühlen? Dann treten versteckte Probleme und unschöne Erinnerungen hervor, all die Überbelastungen und Grenzverletzungen. Bis zu guter Letzt die Erkenntnis reift: So kann es nicht weitergehen.

Viele Menschen merken nicht, wenn sie tagtäglich über ihre Grenzen hinaus arbeiten.

Wenn die Erschöpfung deutlich wird

Viele Menschen merken nicht, dass sie tagtäglich über ihre Grenzen hinaus arbeiten. Sie machen Überstunden und nehmen sich nicht die notwendigen Pausen. Oder sie widmen sich in ihrer wenigen freien Zeit hingebungsvoll ihren hilfsbedürftigen Eltern oder Freunden. Oft erledigen sie viele Dinge gleichzeitig und wissen am Ende nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht.

„Das machen doch schließlich alle. Dann muss ich das doch auch hinkriegen.“ So denken viele und schieben über Monate oder gar Jahre hinweg Erschöpfungszustände zur Seite. Erholungsphasen werden immer seltener. Das Hamsterrad steht nicht mehr still, selbst im Urlaub kann es kaum noch angehalten werden. Am Ende sucht sich der Körper einen Weg, auf die Vernachlässigung aufmerksam zu machen: mit schlechtem Schlaf, Gereiztheit, Traurigkeit, Energielosigkeit.

Ein Beispiel aus meiner Praxis

Frau S., 43, hatte im Februar Pläne für das Frühjahr gemacht. In den Osterferien wollte sie endlich einmal wieder zu ihrem Sohn fahren. Schon zwei Wochen vorher geriet sie in Stress: Arbeit, Garten, Vorbereitungen für die Reise.

Als sie am Samstagabend im Bett lag, körperlich völlig erschöpft, konnte sie nicht einschlafen. Sie hatte den ganzen Tag im Garten gearbeitet, denn es war Frühling und es gab viel zu tun. Und nun dachte sie an all das, was noch zu erledigen war. Die Gedanken kreisten wie wild in ihrem Kopf herum, ihr Magen zog sich zusammen, bis sie schließlich aufstand und umherlief. Sie brauchte einen Plan. Sie nahm einen Zettel und schrieb alles auf. Eine Liste sollte Klarheit schaffen. Aber es half nur wenig. Sie nahm ein Buch zur Hand, merkte aber bald, dass sie jeden Satz dreimal lesen musste, bevor sie ihn verstand.

„Ich kannte dieses Gefühl: die totale Erschöpfung.“ Ja, sie kannte es schon lange, nur hatte es bisher ihren Schlaf nicht gestört. Und jetzt meldeten sich diese Empfindungen überdeutlich.

So wie Frau S. geht es vielen Menschen. Sie spüren, dass sie nicht mehr so recht funktionieren, wie sie das gerne hätten. Irgendetwas hat ihren Rhythmus durcheinandergebracht.

Es gibt immer einen Weg

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Diplom-Musiktherapeutin kenne ich das Problem, sich ausgelaugt und erschöpft zu fühlen. Was helfen kann:

  • Ein Gespräch, in dem wir klären, ob belastende Erlebnisse aus der Vergangenheit langsam an den Kräften gezehrt haben: besonders, wenn Grenzen unmerklich überschritten wurden.
  • Gemeinsam Strategien finden, wenn aktuelle Belastungen in Familie, Beruf oder Freundschaften der Auslöser sind.
  • Entspannungstechniken, die neue innere Ruhe bringen. Als Musiktherapeutin setze ich dabei gerne Klanginstrumente ein.
  • Methoden wie TRIMB oder Hypnosetherapie. Mit ihrer Hilfe lassen sich belastende Erlebnisse in einen anderen Rahmen setzen. Mit etwas Abstand sehen Probleme mit einem Mal ganz anders aus.

Mit Unterstützung lässt sich vieles leichter lösen

Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir. In einem kurzen Vorgespräch lernen wir uns kennen, und Sie entscheiden, ob eine Zusammenarbeit für Sie hilfreich sein könnte.