Endlich Frühling – trotzdem kraftlos und müde?

Wir alle haben den Frühling herbeigesehnt. Endlich wieder Farben, endlich wieder Wärme! Doch was, wenn sich die Freude nicht so recht einstellen will? Sie fühlen sich müde und kraftlos und wissen nicht warum? Die Arbeit ist eine einzige Last und macht keinen Spaß mehr, und Sie fragen sich: Wo ist sie nur, die „Frühlings-Energie“? 

Der Frühling bringt Licht und Wärme, doch die Stimmung wird trüb und dunkel

Im März sprießt und grünt es überall, die Luft riecht nach Frühling und die Vögel zwitschern laut, als hätten sie den ganzen Winter für ihr großes Frühlings-Konzert geübt. Die Tage werden länger, und die Gärtnereien haben Hochkonjunktur: Balkonkästen werden von verdorrten Pflanzen befreit und mit neuen, bunten Blumen geschmückt. Spielplätze füllen sich wieder mit Kindern, die Terrassen werden geputzt und hier und da steigt Ihnen sogar schon der altbekannte Duft vom Grill in die Nase. 

Doch gerade in dieser Zeit überfällt manche Menschen eine unerklärliche Müdigkeit, eine Unzufriedenheit oder gar Traurigkeit. Wie kann das sein, fragen Sie sich verwundert – gerade jetzt, wo die Welt wieder Farbe bekommt.

Der Wechsel vom Winter- in den Frühlingsmodus

In meiner Praxis konnte ich dieses Phänomen schon häufig beobachten. In der kühlen Winterzeit haben die Menschen einen ruhigen Rhythmus gefunden, sich in sich zurückgezogen. Auch Probleme und Belastungen, die sich über eine lange Zeit vielleicht angehäuft haben, waren weniger präsent, alles war ein wenig entschleunigt und besänftigt. 

Doch der Frühling – Sinnbild für Aufbruch, Neubeginn und Energie – fordert heraus. Mit seiner Kraft lädt er ein, aktiv zu werden, Projekte in Angriff zu nehmen, Pläne zu schmieden. Doch was, wenn die eigene Kraft nicht mithalten kann mit diesem Ansturm? Wenn die neuen Ideen und Pläne liegen bleiben, weil Sie sich müde und schwach fühlen? Dann treten versteckte Probleme und unschöne Erinnerungen hervor, all die vielen Überbelastungen und Grenzverletzungen. Bis zu guter Letzt die Erkenntnis reift: So kann es nicht weitergehen. 

Foto von Harley wright auf unsplash

Wenn die Erschöpfung deutlich wird

Viele Menschen merken nicht, wenn sie tagtäglich über Ihre Grenzen hinaus arbeiten: Sie machen Überstunden und nehmen sich nicht die notwendigen Pausen. Oder sie widmen sich in ihrer wenigen freien Zeit hingebungsvoll ihren hilfsbedürftigen Eltern oder Freunden. Oft erledigen sie viele Dinge gleichzeitig und wissen am Ende nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht. „Das machen doch schließlich alle – dann muss ich das doch auch hinkriegen!“ 

So denken viele Menschen und schieben über Monate oder gar Jahre hinweg Erschöpfungszustände zur Seite. Erholungsphasen werden immer seltener. Das Hamsterrad steht nicht mehr still, selbst im Urlaub kann es kaum mehr angehalten werden. Am Ende sucht sich der Körper einen Weg, auf die Vernachlässigung aufmerksam zu machen  – mit Symptomen wie schlechtem Schlaf, Gereiztheit, Traurigkeit, Energielosigkeit, Müdigkeit….  

Frau S. (43): „Ich kannte dieses Gefühl: Die totale Erschöpfung!“  

 Frau S. hatte im Februar schon Pläne gemacht für das Frühjahr. In den Osterferien wollte sie endlich einmal wieder nach Berlin zu ihrem Sohn fahren. Schon zwei Wochen vorher geriet sie in Stress: Arbeit, Garten, Vorbereitungen für die Reise nach Hamburg.

Als sie am Samstagabend im Bett lag, körperlich völlig erschöpft, konnte sie nicht einschlafen. Sie hatte den ganzen Tag im Garten gearbeitet, denn es war Frühling und es gab viel zu tun. Und nun dachte sie an all das, was noch zu erledigen war vor der Reise. Die Gedanken kreisten wie wild in ihrem Kopf herum, ihr Magen zog sich zusammen, bis sie schließlich aufstand und umherlief. Sie brauchte einen Plan. Sie nahm einen Zettel, schrieb alles auf: eine To-Do-Liste sollte Klarheit und Beruhigung verschaffen. Aber es half nur wenig. Sie nahm ein Buch zur Hand, aber merkte sehr bald, dass sie jeden Satz drei Mal lesen musste, bevor sie ihn verstand. Der Tsunami in ihrem Kopf hörte einfach nicht auf. Sie fühlte sich unendlich schwach und ausgelaugt. „Aber ich kannte dieses Gefühl: Die totale Erschöpfung!“ Ja, sie kannte es schon lange, nur hatte es bisher ihren Schlaf nicht gestört. Und jetzt meldeten sich diese belastenden Empfindungen überdeutlich. 

So wie Frau S. geht es vielen Menschen. Sie spüren, dass sie nicht mehr so recht funktionieren, wie sie das gerne hätten. Irgendetwas hat ihren Rhythmus durcheinandergebracht. Ein Gefühl von Niedergeschlagenheit macht sich breit und sie haben Angst, dass dieses Gefühl bleibt oder am Ende gar noch stärker wird. 

Es gibt immer einen Weg

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Dipl. Musiktherapeutin kenne ich das Problem, sich ausgelaugt, müde und erschöpft zu fühlen. 

  • Oft hilft es, in einem Gespräch zu klären, ob belastende Erlebnisse aus der Vergangenheit langsam an den Kräften gezehrt haben, besonders wenn Grenzsetzungen unmerklich überschritten wurden.
  • Vielleicht sind auch aktuelle Belastungen in Familie, Beruf oder Freundschaften der Auslöser. Dann ist es hilfreich, gemeinsam Strategien zu finden, um mehr Klarheit zu schaffen. 
  • Entspannungstechniken können neue innere Ruhe bringen. Als Musiktherapeutin setze ich gerne Klanginstrumente gezielt ein, um Ressourcen zu aktivieren und die Selbstheilungskräfte zu stärken. 
  • Als sehr hilfreich erweisen sich auch immer wieder spezielle Methoden wie TRIMB oder Hypnotherapie. Mit ihrer Hilfe lassen sich belastende Erlebnisse in einen anderen Rahmen setzen. Mit etwas mehr Abstand sehen Probleme mit einem Mal ganz anders aus und Leichtigkeit kehrt zurück.

Mit Unterstützung lassen sich neue Erfahrungen von Licht und Energie entdecken.

Gern begleite ich Sie auf der Suche nach Ihren verloren gegangenen Kräften. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir eine Mail. In einem kurzen Vorgespräch lernen wir uns kennen, und Sie entscheiden, ob eine Zusammenarbeit für Sie hilfreich sein könnte. 

Andrea van Bebber

Tel.:  0152 54083602

Mail: info@praxis-andrea-vanbebber.de

www.praxis-andrea-vanbebber.de

Foto Oliver Hurst