Manche Dinge lassen uns nicht los, weil sie uns zu sehr Angst gemacht haben.
Sie belasten uns jeden Tag und oft auch in der Nacht. Wir hoffen, sie mit der Zeit zu vergessen, aber manchmal gelingt uns das nicht. Für genau diese Erinnerungen gibt es EMDR.
Was EMDR ist
EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“. Übersetzt heißt das: Desensibilisierung und Neubearbeitung mit Augenbewegungen. Entwickelt wurde die Methode von Francine Shapiro, einer amerikanischen Wissenschaftlerin und Psychotherapeutin.
Die Wirksamkeit von EMDR bei psychischen Traumata und posttraumatischen Belastungsstörungen ist durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegt und wird international von der Weltgesundheitsorganisation anerkannt.
Wie es funktioniert
Bei traumatischen Erlebnissen ist die Informationsverarbeitung im Gehirn gestört: Die Erinnerung wird isoliert abgespeichert, statt in die übrigen Erinnerungsnetzwerke eingebunden zu werden. Sie bleibt als Bruchstück liegen und wartet auf ihre Verarbeitung.
Im Wesentlichen wird eine bilaterale Stimulierung durchgeführt, die entweder optisch durch Augenbewegungen, taktil durch Berührung oder auch akustisch sein kann. Dabei richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das belastende Ereignis.
Durch intensive Forschung wurde festgestellt, dass bei Gedanken an unvollständig verarbeitete Traumata und einer gleichzeitigen äußeren Stimulierung eine beschleunigte Verarbeitung im limbischen System stattfindet, unserem emotionalen Zentrum. Auf diese Weise werden die Selbstheilungskräfte des Gehirns aktiviert. Die in den Netzwerkverbindungen gespeicherten Erinnerungen verändern sich dabei nicht nur auf einer geistigen Ebene.

Die bilaterale Stimulierung
Über Augenbewegungen, über Töne oder über Berührung. Welche Form für Sie angenehm ist, probieren wir vorher in Ruhe aus.
Ich weise Sie behutsam ein, bevor wir mit einem belastenden Thema arbeiten.
In meiner Praxis wende ich die Methode regelmäßig an und bin immer wieder begeistert.
Andrea van Bebber
Wie eine Behandlung abläuft
- Stabilisierung und Vorbereitung. Wir schaffen gemeinsam Sicherheit, stärken Ihre Ressourcen und üben Strategien, damit Sie sich sicher fühlen.
- Auswahl des Themas. Eine belastende Erinnerung wird gezielt ausgewählt, mit den Gefühlen und Körperempfindungen, die dazugehören.
- Anregung beider Gehirnhälften. Über Augenbewegungen, Töne oder Berührung.
- Neubewertung. Es entstehen neue, hilfreiche Verknüpfungen, und die belastenden Spuren lassen sich besser einordnen.
- Abschluss. Wir prüfen, ob Sie sicher sind, ordnen das Bearbeitete ein und planen, wie es weitergeht.
Wann EMDR infrage kommt
- Nach Traumata: Missbrauch, Unfälle, Verluste, belastende Kindheitserfahrungen
- Bei Stress, Ängsten, depressiven Verstimmungen und psychosomatischen Beschwerden
- Zur Stärkung von innerer Kraft und emotionaler Stabilität
Ursprünglich wurde EMDR bei posttraumatischen Belastungsstörungen angewendet. Inzwischen kommt es nicht nur in der Traumatherapie zum Einsatz, sondern auch bei vielen anderen Belastungssymptomen. Ergänzende Techniken, bei denen vor allem die Aktivierung der eigenen Fähigkeiten und Kräfte im Mittelpunkt steht, machen die Methode zu einem ausgesprochen vielseitig anwendbaren Werkzeug.
Warum ich gerne damit arbeite
In meiner Praxis wende ich die Methode regelmäßig an und bin immer wieder begeistert. Sie kann Ihnen helfen, Ihre psychische Widerstandskraft zu stärken, Ihre möglicherweise traumatische Vergangenheit besser zu verarbeiten und sich von engen, einschränkenden Überzeugungen und Verhaltensmustern zu befreien.
Gerne stelle ich Ihnen dieses besondere Verfahren in meiner Praxis vor und weise Sie behutsam ein. Dann können Sie selbst entscheiden, ob es für Sie und Ihre Probleme das Richtige ist.
Was lange stillstand, kann wieder in Bewegung kommen.
Interessieren Sie sich für EMDR?
Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir. In einem kurzen Vorgespräch lernen wir uns kennen, und Sie entscheiden, ob eine Zusammenarbeit für Sie hilfreich sein könnte.
Das erste Telefonat ist kostenlos und unverbindlich.
