
Geht es Ihnen auch so? Manchmal passieren Dinge, die Sie einfach nicht vergessen können? Manchmal sind es schlimme Erfahrungen. Momente, in denen Sie sich machtlos fühlen, hilflos und ausgeliefert. Jemand überschreitet Ihre Grenzen – durch Gewalt oder durch subtile Grenzverletzungen -, und Sie merken es zunächst gar nicht. Oder es passiert ein Unfall: einen kurzen Moment haben Sie nicht aufgepasst, und mit einem Schlag ist alles kaputt. Oder Sie werden von Menschen schlecht behandelt, mit denen Sie tagtäglich zusammen sind – Zuhause, am Arbeitsplatz oder im Umfeld -, fühlen sich gedemütigt oder wütend und haben Angst vor jedem neuen Tag.
Die Zeit heilt alle Wunden?
Es gibt viele Dinge, die uns möglicherweise nicht loslassen, weil sie uns zu sehr Angst gemacht haben und nun immer wieder in unseren Gedanken herumschwirren. Sie belasten uns jeden Tag und oft auch in der Nacht. Wir hoffen, sie mit der Zeit zu vergessen, aber manchmal gelingt uns das nicht. Sie bleiben, quälen uns und lassen uns nicht mehr ruhig schlafen. Wir fühlen uns niedergeschlagen und depressiv, sind müde und antriebslos, ziehen uns zurück oder es zeigen sich andere psychische Symptome.
EMDR als Weg aus belastenden Erinnerungen
Die gute Nachricht ist: Es gibt Wege, diese Last zu lindern. Einer dieser Wege ist EMDR – eine Methode, die Ihnen eine sanfte, strukturierte Möglichkeit bietet, belastende Erinnerungen besser zu verarbeiten und wieder mehr Leichtigkeit in Ihr Leben zu bringen.
Anwendungsbereiche von EMDR
EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“. Übersetzt heißt das: „Desensibilisierung und Neubearbeitung mit Augenbewegungen“.
EMDR ist ein ganzheitliches therapeutisches Verfahren, bei dem die Selbstheilungskräfte stark und nachhaltig aktiviert werden. Die Wirksamkeit von EMDR bei psychischen Traumata und posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) ist durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen nachgewiesen und wird international von der WHO anerkannt.
Wofür EMDR helfen kann:
- Reduktion belastender Erinnerungen und Gefühle
- Besserer Umgang mit akuten und fortlaufenden Belastungen und Alltagsstress
- Unterstützung bei Ängsten, Phobien und depressiven Verstimmungen

Wie funktioniert EMDR?
Mithilfe von EMDR können unverarbeitete Erinnerungen in dem richtigen „Aktenschrank“ abgeheftet werden. „Das heißt, wir lernen, was nützlich ist, verabschieden, was unnütz ist, und speichern die Erinnerungen dann so ab, dass sie uns nicht länger schaden.“
Diese Aussage stammt von Francine Shapiro, der amerikanischen Wissenschaftlerin und Psychotherapeutin, die EMDR entwickelt und getestet hat.
Bei traumatischen Erlebnissen ist das Informationsverarbeitungssystem gestört, denn es hat die Erinnerung isoliert abgespeichert, also nicht in die generellen Erinnerungsnetzwerke integriert. Der Hippocampus, das Gedächtniskontrollzentrum im Gehirn, (auch „cool system“ oder „explizites Gedächtnis“ genannt) arbeitet in einem solchen Fall vorübergehend dysfunktional, körpereigene Morphine lassen die Person „geistig wegtreten“, das Frontalhirn schaltet sich ab.
Währenddessen allerdings ist die Amygdala , unser „hot system“, besonders aktiv. Sie ist unsere Feuerwehr im Gehirn und reagiert auf Angst-Signale. Sie ist Teil des limbischen Systems und u.a. zuständig für eine schnelle, aber ungenaue Bewertung einer Situation: Eine unmittelbare Gefahr wird eingeschätzt, um im Bedarfsfall klassische Stressabläufe wie Kampf- oder Fluchtreaktionen in Gang zu setzen. Die unter hohem Stress herausgefischten brisanten Erlebnisinhalte werden aufgenommen und fragmentiert, aber nicht ins biografische Gedächtnis überführt. Sie bleiben unverarbeitet, nicht vom Hippocampus ordentlich „archiviert“, und warten als Fragmente auf ihre Verarbeitung. Hierfür hat sich EMDR in besonderer Weise bewährt.
Im Mittelpunkt steht eine bilaterale Stimulation der Gehirnhälften, vergleichbar mit den REM-Phasen, denen man die Verarbeitung des Tages zuschreibt. „Im REM-Schlaf findet Lernen dadurch statt, dass sich Gedanken und Informationen verfestigen und mit anderen Erinnerungen verknüpfen.“ (Shapiro)

Wie EMDR abläuft
- Stabilisierung und Vorbereitung: Wir schaffen gemeinsam Sicherheit, stärken Ihre Ressourcen und üben coping-Strategien, damit Sie sich sicher fühlen.
- Targeting (Thematisierung): Eine belastende Erinnerung samt Gefühlen und Körperempfindungen – der sog. Hot Spot – wird gezielt ausgewählt.
- Bilaterale Stimulation: Abwechselnde Reize auf beiden Gehirnhälften unterstützen die Verarbeitung. Hierzu werden visuelle, akustische oder taktile Reize verwendet.
- Re-Processing (Umbewertung): Die Stimulation führt zu neuen, hilfreichen Assoziationen und belastende Gedächtnisspuren werden besser integrierbar.
- Integration und Abschluss: Wir prüfen Sicherheit, integrieren das Bearbeitete in den Alltag und planen ggf. weitere Sitzungen.
Auf der Suche nach mehr Leichtigkeit
Viele Menschen berichten nach gut begleiteter EMDR-Behandlung von stabileren Alltagsgefühlen, weniger belastenden Erinnerungen und einer größeren Fähigkeit, mit Stress umzugehen. Mit Geduld, einer unterstützenden Begleitung und individuellen Anpassungen kann EMDR dazu beitragen, dass Belastungen weniger dominieren und Sie sich wieder freier und leichter fühlen.

Wie ich Ihnen helfen kann
- Individuelle, empathische Begleitung in sicherem Rahmen
- Strukturierte EMDR-Methodik angepasst an Ihre Bedürfnisse
- Transparente Zusammenarbeit und klare Ziele
- Flexibilität und wertschätzende Haltung: Sie stehen im Mittelpunkt!
Mit Unterstützung können Sie wieder neue Kräfte entfalten und Vergangenheit hinter sich lassen.
Gerne begleite ich Sie auf Ihrem Weg zu mehr innerer Ruhe und Zufriedenheit. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir eine Mail. In einem kurzen Vorgespräch können wir uns kennenlernen, und Sie entscheiden, ob eine Zusammenarbeit für Sie hilfreich sein könnte.
Andrea van Bebber
Tel.: 0152 54083602

