Ich bin traumatisiert – wie kann mir geholfen werden?

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Wir alle erleben im Verlauf unseres Lebens überwältigende Ereignisse, die uns stark belasten. Traumatische Erfahrungen gehen oft mit Gefühlen extremer Ohnmacht und Hilflosigkeit einher. Und manchmal ist das Leben danach ein anderes als vorher. Der Alltag wird zu einer Last, die Gedanken kreisen umher und es stellen sich unbekannte und belastende Gefühle ein. Anfangs denken wir: Das wird schon wieder. Und irgendwann finden wir uns wieder in einem Gefängnis der Anspannung und Freudlosigkeit. 

Was bedeutet Traumatisierung?

Ob Unfall oder Krankheit, ob Naturkatastrophe oder Tod eines nahen Angehörigen: Extrem belastende Ereignisse können ein Trauma auslösen. Doch was heißt das eigentlich: Trauma?

Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO

Ein Trauma ist ein kurz oder lang anhaltendes Ereignis oder Geschehen von außergewöhnlicher Bedrohung mit katastrophalem Ausmaß. 

Definition im amerikanischen Diagnosehandbuch DSM-5

Ausgesetztsein von tatsächlichem oder drohendem Tod, schwerer Verletzung oder sexuellem Missbrauch als Opfer oder Zeuge.  

Was ist kein Trauma?

Alltagsbelastungen haben nichts mit einem Trauma zu tun. Eine unsachliche Begriffsverwendung verharmlost die tatsächliche Schwere einer echten Traumatisierung. Jenen Menschen, die schwere traumatische Erfahrungen machen mussten und unter Traumafolgestörungen leiden, wird sie nicht gerecht.

Im Alltag wird der Begriff oft umgangssprachlich verwendet: 

  • Der Zuhörer eines langweiligen Vortrags erzählt seinen Freund*innen: „Ich hab einen echt traumatischen Nachmittag hinter mir!“ 
  • Ein Firmeninhaber klagt über „traumatische finanzielle Einbrüchen“. 
  • Eine Autofahrt mit langem Stau wird als „traumatische Autofahrt“ bezeichnet. 
  • Der Zuhörer eines langweiligen Vortrags erzählt seinen Freund*innen: „Ich hab einen echt traumatischen Nachmittag hinter mir!“ 

Bin ich traumatisiert?

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Jeder Mensch reagiert auf kurz oder lang andauernde traumatische Erlebnisse auf unterschiedliche Weise. Das hängt ab  

  • von der Schwere des Traumas
  • von der Persönlichkeit und ihrer Widerstandskraft
  • vom sozialen Umfeld und den verfügbaren Hilfsangeboten. 

Unmittelbare Reaktionen auf extreme Situationen

Unmittelbare Reaktionen in einer außergewöhnlich belastenden Situationen sind normal. Hierzu gehören

  • Gefühle der Hilf- und Schutzlosigkeit
  • Angst und Entsetzen
  • Kontrollverlust
  • Emotionale Taubheit
  • Erstarrung

Auch unangenehme Empfindungen und Symptome in den Tagen nach dem Erlebnis sind eine ganz normale Reaktion:

  • Niedergeschlagenheit/Traurigkeit
  • Schuldgefühle 
  • ständiges Grübeln 
  • Schlafstörungen 

Dies sind nichts als außergewöhnliche Reaktionen auf ein außergewöhnliches Ereignis und klingen meist nach wenigen Stunden bis Tagen wieder ab.

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Traumafolgestörung – PTBS

Wenn auf ein Trauma anhaltende Symptome folgen, die auch nach Wochen und Monaten nicht verschwinden, spricht man in der Psychologie von einer Traumafolgestörung oder „Posttraumatischen Belastungsstörung“ – kurz: PTBS.

Traumatisierungen, die über eine längere Zeit anhalten, sind oft besonders schwer zu verarbeiten. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Krieg, 
  • körperliche Gewalt, 
  • Missbrauch und Vergewaltigung. 

Menschen, die immer wieder traumatischen Erlebnissen ausgesetzt sind, verdrängen ihre Gefühle, spalten sie ab.  

Doch auch ein einziges Erlebnis kann traumatisch sein. So z.B. ein Unfall, der Verlust eines nahen Angehörigen, ein beängstigendes Erlebnis in der Kindheit und vieles mehr.

In manchen Fällen kommt es auch vor, dass ein verdrängtes Trauma erst Monate oder Jahre später wieder an die Oberfläche kommt.

Wie erkenne ich eine Traumafolgestörung?

Folgende Symptome sind für eine Traumafolgestörung typisch. Sie treten zumeist nicht ständig auf und auch nicht gleichzeitig. Sie belasten die Betroffenen allerdings sehr und beeinträchtigen sie massiv in ihrem Alltag: 

  • wiederholtes Erleben des Traumas in Erinnerungen, (Nachhallerinnerungen, Flashbacks), Träumen oder Albträumen
  • andauerndes Gefühl von Betäubtsein und emotionaler Stumpfheit
  • Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen
  • Teilnahmslosigkeit der Umgebung gegenüber
  • Freudlosigkeit
  • Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten
  • Vigilanzsteigerung und Schreckhaftigkeit
  • Schlafstörung
  • Angst und Depression (auch mit Suizidgedanken)  
  • Beeinträchtigungen in Beruf, Beziehungen oder Alltag

Beispiele aus der Perspektive von Betroffenen 

Kinder nehmen oft scheinbar mühelos schwere Ereignisse hin. Sie reagieren direkt und emotional: Sie lachen, weinen, schreien vor Angst oder Wut. Das Erlebte kann von Kindern nicht als traumatisch benannt werden und scheint in der Folge einfach vergessen zu werden. Doch oft hat es gravierende Folgen für die verletzte Seele. 

Auch Erwachsene reagieren emotional und versuchen schließlich, das Trauma kognitiv zu verarbeiten. Doch in vielen Fällen gelingt das nicht. 

Frau W. (52): „Ich dachte, das ist normal.“

Frau W. erinnert sich an den sexuellen Missbrauch in der Kindheit und leidet später unter Depression und Beziehungsproblemen:

„Mein Opa hat mich immer geküsst, wenn ich auf seinem Schoß saß. Ein Zungenkuss. Ich dachte damals, dass das normal ist – dass Opas immer so küssen.“

Herr V. (43): Ich war wie gelähmt. Seitdem kann ich kein Auto mehr fahren.“

Herr V. wird Zeuge eines schweren Unfalls. Er erlebt daraufhin intrusive Erinnerungen und vermeidet bestimmte Straßen.

„Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass der Wagen vor mir mit einem Mal nach links ausscherte, ich dachte noch: „Ist der besoffen, oder was?“, dann trat ich voll auf die Bremse, weil es einen Schlag gab und der vor mir gegen den Laster rechts knallte… Ich bin dann irgendwie hinter dem Laster nach rechts rüber auf den Standstreifen. Ich war wie gelähmt. Blieb einfach in meinem Auto sitzen. Das mach ich mir voll zum Vorwurf. Überlebt hat er nicht. Seitdem kann ich kein Auto mehr fahren.“

Frau S. (52): „Das krieg ich nicht mehr aus dem Kopf.“

Eine Pflegekraft wird mit den Folgen von extremer Gewalt konfrontiert und entwickelt Vermeidungsverhalten und Schlafprobleme.

„Ich bin nicht neu in meinem Beruf und hab schon viel gesehen auf der Station. Aber so wie diese Frau zugerichtet war – von ihrem eigenen Mann! – das krieg ich nicht mehr aus dem Kopf. Ich wache morgens um vier auf und kann nicht mehr schlafen, das hatte ich noch nie! Ich überlege sogar schon, ob ich in eine andere Klinik wechseln soll.“

Psychotherapie-Ansätze in der Traumatherapie

  • EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)
  • TRIMB (Behutsame Traumaintegration) 
  • Kognitive Verhaltenstherapie
  • Psychodynamische Psychotherapie
  • Narrative Expositionstherapie
  • Musiktherapie/Kunsttherapie/körpertherapeutische Verfahren
  • Weitere Therapieansätze
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Psychologische Hilfe – Hinweise zur Praxis

  • Als Sicherheit und Vertrauensbasis: Die therapeutische Beziehung ist entscheidend. 
  • Individuelle Passung: Welche Methode passt zu mir? Therapeutische Aufklärung über Nutzen, Risiken und Erwartungen ist zentral.
  • Geduld und Realismus: Heilung ist kein linearer Prozess. Kleine Schritte, regelmäßige Reflexion und Zeit zur Verarbeitung sind wichtig.

Gemeinsam den richtigen Weg finden

In meiner Praxis arbeite ich gerne mit traumatherapeutischen Methoden wie EMDR, TRIMB und musiktherapeutischen Ansätzen. Wir beginnen mit behutsamen Gesprächen, identifizieren gemeinsam den Kern des Problems und finden den passenden Weg für Ihre individuelle Situation.  

Andrea van Bebber

Tel.:  0152 54083602

Mail: info@praxis-andrea-vanbebber.de

www.praxis-andrea-vanbebber.de

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EMDR – Was ist das eigentlich? Und wozu ist es gut?

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Geht es Ihnen auch so? Manchmal passieren Dinge, die Sie einfach nicht vergessen können? Manchmal sind es schlimme Erfahrungen. Momente, in denen Sie sich machtlos fühlen, hilflos und ausgeliefert. Jemand überschreitet Ihre Grenzen – durch Gewalt oder durch subtile Grenzverletzungen -, und Sie merken es zunächst gar nicht. Oder es passiert ein Unfall: einen kurzen Moment haben Sie nicht aufgepasst, und mit einem Schlag ist alles kaputt. Oder Sie werden von Menschen schlecht behandelt, mit denen Sie tagtäglich zusammen sind – Zuhause, am Arbeitsplatz oder im Umfeld -, fühlen sich gedemütigt oder wütend und haben Angst vor jedem neuen Tag. 

Die Zeit heilt alle Wunden? 

Es gibt viele Dinge, die uns möglicherweise nicht loslassen, weil sie uns zu sehr Angst gemacht haben und nun immer wieder in unseren Gedanken herumschwirren. Sie belasten uns jeden Tag und oft auch in der Nacht. Wir hoffen, sie mit der Zeit zu vergessen, aber manchmal gelingt uns das nicht. Sie bleiben, quälen uns und lassen uns nicht mehr ruhig schlafen. Wir fühlen uns niedergeschlagen und depressiv, sind müde und antriebslos, ziehen uns zurück oder es zeigen sich andere psychische Symptome. 

EMDR als Weg aus belastenden Erinnerungen

Die gute Nachricht ist: Es gibt Wege, diese Last zu lindern. Einer dieser Wege ist EMDR – eine Methode, die Ihnen eine sanfte, strukturierte Möglichkeit bietet, belastende Erinnerungen besser zu verarbeiten und wieder mehr Leichtigkeit in Ihr Leben zu bringen.

Anwendungsbereiche von EMDR

EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“. Übersetzt heißt das: „Desensibilisierung und Neubearbeitung mit Augenbewegungen“. 

EMDR ist ein ganzheitliches therapeutisches Verfahren, bei dem die Selbstheilungskräfte stark und nachhaltig aktiviert werden. Die Wirksamkeit von EMDR bei psychischen Traumata und posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) ist durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen nachgewiesen und wird international von der WHO anerkannt.

Wofür EMDR helfen kann:

  • Reduktion belastender Erinnerungen und Gefühle
  • Besserer Umgang mit akuten und fortlaufenden Belastungen und Alltagsstress
  • Unterstützung bei Ängsten, Phobien und depressiven Verstimmungen

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Wie funktioniert EMDR?

Mithilfe von EMDR können unverarbeitete Erinnerungen in dem richtigen „Aktenschrank“ abgeheftet werden. „Das heißt, wir lernen, was nützlich ist, verabschieden, was unnütz ist, und speichern die Erinnerungen dann so ab, dass sie uns nicht länger schaden.“ 

Diese Aussage stammt von Francine Shapiro, der amerikanischen Wissenschaftlerin und Psychotherapeutin, die EMDR entwickelt und getestet hat. 

Bei traumatischen Erlebnissen ist das Informationsverarbeitungssystem gestört, denn es hat die Erinnerung isoliert abgespeichert, also nicht in die generellen Erinnerungsnetzwerke integriert. Der Hippocampus, das Gedächtniskontrollzentrum im Gehirn, (auch „cool system“ oder „explizites Gedächtnis“ genannt) arbeitet in einem solchen Fall vorübergehend dysfunktional, körpereigene Morphine lassen die Person „geistig wegtreten“, das Frontalhirn schaltet sich ab. 

Währenddessen allerdings ist die Amygdala , unser „hot system“, besonders aktiv. Sie ist unsere Feuerwehr im Gehirn und reagiert auf Angst-Signale. Sie ist Teil des limbischen Systems und u.a. zuständig für eine schnelle, aber ungenaue Bewertung einer Situation: Eine unmittelbare Gefahr wird eingeschätzt, um im Bedarfsfall klassische Stressabläufe wie Kampf- oder Fluchtreaktionen in Gang zu setzen. Die unter hohem Stress herausgefischten brisanten Erlebnisinhalte werden aufgenommen und fragmentiert, aber nicht ins biografische Gedächtnis überführt. Sie bleiben unverarbeitet, nicht vom Hippocampus ordentlich „archiviert“, und warten als Fragmente auf ihre Verarbeitung. Hierfür hat sich EMDR in besonderer Weise bewährt. 

Im Mittelpunkt steht eine bilaterale Stimulation der Gehirnhälften, vergleichbar mit den REM-Phasen, denen man die Verarbeitung des Tages zuschreibt. „Im REM-Schlaf findet Lernen dadurch statt, dass sich Gedanken und Informationen verfestigen und mit anderen Erinnerungen verknüpfen.“ (Shapiro)

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Wie EMDR abläuft

  • Stabilisierung und Vorbereitung: Wir schaffen gemeinsam Sicherheit, stärken Ihre Ressourcen und üben coping-Strategien, damit Sie sich sicher fühlen.
  • Targeting (Thematisierung): Eine belastende Erinnerung samt Gefühlen und Körperempfindungen – der sog. Hot Spot – wird gezielt ausgewählt.
  • Bilaterale Stimulation: Abwechselnde Reize auf beiden Gehirnhälften unterstützen die Verarbeitung. Hierzu werden visuelle, akustische oder taktile Reize verwendet. 
  • Re-Processing (Umbewertung): Die Stimulation führt zu neuen, hilfreichen Assoziationen und belastende Gedächtnisspuren werden besser integrierbar.
  • Integration und Abschluss: Wir prüfen Sicherheit, integrieren das Bearbeitete in den Alltag und planen ggf. weitere Sitzungen.

 

Auf der Suche nach mehr Leichtigkeit  

Viele Menschen berichten nach gut begleiteter EMDR-Behandlung von stabileren Alltagsgefühlen, weniger belastenden Erinnerungen und einer größeren Fähigkeit, mit Stress umzugehen. Mit Geduld, einer unterstützenden Begleitung und individuellen Anpassungen kann EMDR dazu beitragen, dass Belastungen weniger dominieren und Sie sich wieder freier und leichter fühlen.

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Wie ich Ihnen helfen kann

  • Individuelle, empathische Begleitung in sicherem Rahmen
  • Strukturierte EMDR-Methodik angepasst an Ihre Bedürfnisse
  • Transparente Zusammenarbeit und klare Ziele
  • Flexibilität und wertschätzende Haltung: Sie stehen im Mittelpunkt!

Mit Unterstützung können Sie wieder neue Kräfte entfalten und Vergangenheit hinter sich lassen.

Gerne begleite ich Sie auf Ihrem Weg zu mehr innerer Ruhe und Zufriedenheit. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir eine Mail. In einem kurzen Vorgespräch können wir uns kennenlernen, und Sie entscheiden, ob eine Zusammenarbeit für Sie hilfreich sein könnte.  

Andrea van Bebber

Tel.:  0152 54083602

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Endlich Frühling – trotzdem kraftlos und müde?

Wir alle haben den Frühling herbeigesehnt. Endlich wieder Farben, endlich wieder Wärme! Doch was, wenn sich die Freude nicht so recht einstellen will? Sie fühlen sich müde und kraftlos und wissen nicht warum? Die Arbeit ist eine einzige Last und macht keinen Spaß mehr, und Sie fragen sich: Wo ist sie nur, die „Frühlings-Energie“? 

Der Frühling bringt Licht und Wärme, doch die Stimmung wird trüb und dunkel

Im März sprießt und grünt es überall, die Luft riecht nach Frühling und die Vögel zwitschern laut, als hätten sie den ganzen Winter für ihr großes Frühlings-Konzert geübt. Die Tage werden länger, und die Gärtnereien haben Hochkonjunktur: Balkonkästen werden von verdorrten Pflanzen befreit und mit neuen, bunten Blumen geschmückt. Spielplätze füllen sich wieder mit Kindern, die Terrassen werden geputzt und hier und da steigt Ihnen sogar schon der altbekannte Duft vom Grill in die Nase. 

Doch gerade in dieser Zeit überfällt manche Menschen eine unerklärliche Müdigkeit, eine Unzufriedenheit oder gar Traurigkeit. Wie kann das sein, fragen Sie sich verwundert – gerade jetzt, wo die Welt wieder Farbe bekommt.

Der Wechsel vom Winter- in den Frühlingsmodus

In meiner Praxis konnte ich dieses Phänomen schon häufig beobachten. In der kühlen Winterzeit haben die Menschen einen ruhigen Rhythmus gefunden, sich in sich zurückgezogen. Auch Probleme und Belastungen, die sich über eine lange Zeit vielleicht angehäuft haben, waren weniger präsent, alles war ein wenig entschleunigt und besänftigt. 

Doch der Frühling – Sinnbild für Aufbruch, Neubeginn und Energie – fordert heraus. Mit seiner Kraft lädt er ein, aktiv zu werden, Projekte in Angriff zu nehmen, Pläne zu schmieden. Doch was, wenn die eigene Kraft nicht mithalten kann mit diesem Ansturm? Wenn die neuen Ideen und Pläne liegen bleiben, weil Sie sich müde und schwach fühlen? Dann treten versteckte Probleme und unschöne Erinnerungen hervor, all die vielen Überbelastungen und Grenzverletzungen. Bis zu guter Letzt die Erkenntnis reift: So kann es nicht weitergehen. 

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Wenn die Erschöpfung deutlich wird

Viele Menschen merken nicht, wenn sie tagtäglich über Ihre Grenzen hinaus arbeiten: Sie machen Überstunden und nehmen sich nicht die notwendigen Pausen. Oder sie widmen sich in ihrer wenigen freien Zeit hingebungsvoll ihren hilfsbedürftigen Eltern oder Freunden. Oft erledigen sie viele Dinge gleichzeitig und wissen am Ende nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht. „Das machen doch schließlich alle – dann muss ich das doch auch hinkriegen!“ 

So denken viele Menschen und schieben über Monate oder gar Jahre hinweg Erschöpfungszustände zur Seite. Erholungsphasen werden immer seltener. Das Hamsterrad steht nicht mehr still, selbst im Urlaub kann es kaum mehr angehalten werden. Am Ende sucht sich der Körper einen Weg, auf die Vernachlässigung aufmerksam zu machen  – mit Symptomen wie schlechtem Schlaf, Gereiztheit, Traurigkeit, Energielosigkeit, Müdigkeit….  

Frau S. (43): „Ich kannte dieses Gefühl: Die totale Erschöpfung!“  

 Frau S. hatte im Februar schon Pläne gemacht für das Frühjahr. In den Osterferien wollte sie endlich einmal wieder nach Berlin zu ihrem Sohn fahren. Schon zwei Wochen vorher geriet sie in Stress: Arbeit, Garten, Vorbereitungen für die Reise nach Hamburg.

Als sie am Samstagabend im Bett lag, körperlich völlig erschöpft, konnte sie nicht einschlafen. Sie hatte den ganzen Tag im Garten gearbeitet, denn es war Frühling und es gab viel zu tun. Und nun dachte sie an all das, was noch zu erledigen war vor der Reise. Die Gedanken kreisten wie wild in ihrem Kopf herum, ihr Magen zog sich zusammen, bis sie schließlich aufstand und umherlief. Sie brauchte einen Plan. Sie nahm einen Zettel, schrieb alles auf: eine To-Do-Liste sollte Klarheit und Beruhigung verschaffen. Aber es half nur wenig. Sie nahm ein Buch zur Hand, aber merkte sehr bald, dass sie jeden Satz drei Mal lesen musste, bevor sie ihn verstand. Der Tsunami in ihrem Kopf hörte einfach nicht auf. Sie fühlte sich unendlich schwach und ausgelaugt. „Aber ich kannte dieses Gefühl: Die totale Erschöpfung!“ Ja, sie kannte es schon lange, nur hatte es bisher ihren Schlaf nicht gestört. Und jetzt meldeten sich diese belastenden Empfindungen überdeutlich. 

So wie Frau S. geht es vielen Menschen. Sie spüren, dass sie nicht mehr so recht funktionieren, wie sie das gerne hätten. Irgendetwas hat ihren Rhythmus durcheinandergebracht. Ein Gefühl von Niedergeschlagenheit macht sich breit und sie haben Angst, dass dieses Gefühl bleibt oder am Ende gar noch stärker wird. 

Es gibt immer einen Weg

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Dipl. Musiktherapeutin kenne ich das Problem, sich ausgelaugt, müde und erschöpft zu fühlen. 

  • Oft hilft es, in einem Gespräch zu klären, ob belastende Erlebnisse aus der Vergangenheit langsam an den Kräften gezehrt haben, besonders wenn Grenzsetzungen unmerklich überschritten wurden.
  • Vielleicht sind auch aktuelle Belastungen in Familie, Beruf oder Freundschaften der Auslöser. Dann ist es hilfreich, gemeinsam Strategien zu finden, um mehr Klarheit zu schaffen. 
  • Entspannungstechniken können neue innere Ruhe bringen. Als Musiktherapeutin setze ich gerne Klanginstrumente gezielt ein, um Ressourcen zu aktivieren und die Selbstheilungskräfte zu stärken. 
  • Als sehr hilfreich erweisen sich auch immer wieder spezielle Methoden wie TRIMB oder Hypnotherapie. Mit ihrer Hilfe lassen sich belastende Erlebnisse in einen anderen Rahmen setzen. Mit etwas mehr Abstand sehen Probleme mit einem Mal ganz anders aus und Leichtigkeit kehrt zurück.

Mit Unterstützung lassen sich neue Erfahrungen von Licht und Energie entdecken.

Gern begleite ich Sie auf der Suche nach Ihren verloren gegangenen Kräften. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir eine Mail. In einem kurzen Vorgespräch lernen wir uns kennen, und Sie entscheiden, ob eine Zusammenarbeit für Sie hilfreich sein könnte. 

Andrea van Bebber

Tel.:  0152 54083602

Mail: info@praxis-andrea-vanbebber.de

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